DEUTSCH-AFRIKANISCHE MUSIK & Märchen-CONNECTION Rhythmisch-fantastische Reise mit Matthias Horndasch (Piano / Sprecher) und Thando Walbaum (Percussion / Sprecher)
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Pianist und Autor Matthias Horndasch & Perkussionist und Filmschauspieler Thando Walbaum verbinden in diesem außergewöhnlichen Programm jazzige Musik aus der Feder von Horndasch selbst und afrikanischen bzw. afroamerikanischen Musikern wie Abdullah Ibrahim (Dollar Brand), John Coltrane u. anderen, nebst Gospelbearbeitungen, mit dem Erzählen von Auszügen afrikanischer Märchen und Märchen der Brüder Grimm. Hier stehen zwei Generationen und in dieser Mischung auch zwei Garanten für spannende musikalische und gesprochene Unterhaltung auf der Bühne. Walbaum und Horndasch überwinden mit ihrer Musik Grenzen und Kontinente. Statt Pausen: Beide sprechen miteinander im Kurz-Talk über ihr Engagement in der Kunst und in den Medien für Völkerverständigung, gegen Rassismus.


Walbaum, geb. 1985, ist in Hamburg aufgewachsen, spielt seit seinem dritten Lebensjahr Drums, tourt zusammen mit der deutsch-afrikanischen Band „DUBE“ seiner Eltern (die Mutter ist Deutsche, der Vater Afrikaner) und kommt derzeit, spätestens seit seiner Hauptrolle als Hans-Jürgen Massaquoi neben Veronica Ferres in „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ 2005, in mehreren Hauptrollen groß im deutschen Filmgeschäft raus ( z.B. in der Udo-Jürgens-Biografie „Der Mann mit dem Fagott“ oder „Inseln vor dem Wind“, Sendung in 2011/12).
Horndasch, geb. 1961, dem Kritiker nicht selten ein „schwarzes Feeling“ bescheinigen, schrieb als Jazz-pianist einer neuen Generation schon in den Achtzigern an der deutschen Jazzgeschichte mit (solo und im Ensemble mit internationalen Kollegen). Später kamen zu Tourneen & CDs zahlreiche Werke für Bühne, TV und Multimedia hinzu, und seit 10 Jahren auch eine eigene monatliche Talkshow mit prominenten Gästen, „Die Weiße Runde © - Prominente im Talk für Toleranz“. (Fotos by Miriam Horndasch / M. Fuchs) _______________________________________________________________
KONZERT FÜR DAS ERINNERN
Klavierkonzert & Lesung aus Zeitzeugenbiografien
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Durch die Lesung von authentischen Berichten einiger der letzten Zeitzeugen wird ein Eindruck der Erinnerungen und Erfahrungen von ihnen als jüdische Kinder und Jugendliche im „Dritten Reich“ vermittelt. Die Lesung wird durch ein empfindsames und gleichfalls virtuoses Klavierspiel erweitert und ergänzt, indem klassisch wie jazzig anmutende Stücke die Erlebnisse auf musikalische Weise erzählen oder kreuzen und die Hörer so auf eine Weise mitempfinden lassen, wie Worte allein es kaum vermögen… Die Musik selbst wirkt wie ein eigener Erzählstrang, eine Art innere Dramaturgie, welche die erzählte Außenwelt mal intensiviert, mal konterkariert oder ihr zu entfliehen sucht. Insbesondere Jugendlichen wird hier die Möglichkeit gegeben, sich über mehrere Sinne angesprochen, und nicht nur in Zahlen und Fakten, mit diesem Teil unserer Geschichte aktiv auseinanderzusetzen und dabei auch für heutiges Unrecht und Konfliktverhalten sensibilisiert zu werden. Mit allen 5 Zeitzeugen, aus deren Lebensgeschichten Horndasch zwischen den Konzertteilen liest, hat er filmische Gespräche geführt und aufgezeichnet, deren Videos auch im Internet unter www.weiterleben-im-gespraech.de bzw. www.holocaust-survivors.eu abrufbar sind. Ebenfalls sind die Lebenserinnerungen in Buchform gefasst (s. Werkeverzeichnis). Es sind: Ruth Gröne (geb. Kleeberg), Gerd Landsberg (Foto), Nachum Rotenberg, Saloman Finkelstein und Edelgarde Reimer (geb.von Witzleben).
Die Presse: „Das alltägliche Grauen für Juden während des Dritten Reiches wurde lebendig, wenn Horndasch mit ruhiger Stimme vorlas.“ (HAZ/Leine-Ztg. ) „Die Erinnerungen an Landsberg, der später Dachau überlebte, berührte die jungen wie die älteren Besucher gehörig. Besondere Akzente setzte Horndasch mit seinen musikalischen Einsätzen am Klavier, die die aufrüttelnde Lesung nachhaltig unterstützten.“ (Umschau Seelze / Garbsen) „Die Mischung aus ernster Musik und leichtem Jazz wirkte wie ein Spiel zwischen Gut und Böse. Das Publikum zeigte sich am Schluss nach einem Moment des Fassens begeistert.“ (NP/Nordhannoversche Ztg.) „Am Cello von Roland Baumgarte begleitet, las Matthias Horndasch von den kaum vorstellbaren Gräueltaten. Tief ergriffen waren die Schüler.“ (Verd. Aller-Ztg.) „Die an Filmmusik erinnernden Stücke erreichten mit ihrem mal melancholischen bis aufrüttelnden Charakter das Bewusstsein der jungen Zuhörer auf eine sinnliche Art. So hatten die Worte eine Chance sich zu setzen und zu berühren.“ (Delmenhorster Kreisblatt) „Matthias Horndasch gelingt es schnell, eine Atmosphäre zu schaffen, die seine jungen Zuhörer in den Bann zieht.“ (Verdener Nachr.) ***Bild: Gerd Landsberg (gestorben 2011) u. Matthias Horndasch, 2004***
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Jesus war ein Jazzmonaut!?
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Dieser (im wahrsten Sine des Wortes) spielerisch gemeinten Behauptung und Frage geht der Pianist, Autor und mediale Allrounder Matthias Horndaschauf ganz eigenwillige Art (im Sinne auch von Kunst) und als Christ (im Sinne von Suche) nach. Im und um den kirchlichen Raum will seine Mischung aus Hörspiel mit zwei parallelen Erzählsträngen und Klavierkonzert bewusst ein jüngeres Publikum ansprechen und dabei Ältere gleichzeitig mitnehmen auf die Reise der „Jazzmonauten©“ und die des Jesus von Nazareth. Horndasch spricht live über unterschiedliche musikalische Backgrounds aus der elektronischen Konserve, seine Sciencefiction-ähnliche Kurzgeschichte „Jazzmonauten© - musikalische Kurzgeschichte zum kulturellen Abflug“* und Auszüge der Jesu-Geschichte des Lukas** - vom Abendmahl mit den Jüngern, über den Verrat und die Gefangennahme bis zum Tod am Kreuz, die Wiedergeburt und die Himmelfahrt. Verbunden werden die spannenden Erzählstränge (die in dieser Zusammensetzung keinesfalls nur an Ostern gebunden sind!) durch freistehende, konzertante Klavierstücke zwischen Klassik und Jazz, teils aus dem kompositorischen Werk von Horndasch selbst, teils aus anderer Feder. Diese Musik trägt, bricht, dramatisiert oder konterkariert die „Reise“ der Protagonisten - also des Jesu und seiner Jünger einerseits und der „Jazzmonauten©“ andererseits. Menschliche und übermenschliche Schwächen, Stärken, Gefühle und Fragestellungen zwischen Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht, aber auch Gewissheit, Hoffnung und Tatendrang werden dabei zu Musik und ermöglichen dem Hörer einen besonderen Raum für seine eigene Reise in das, was sein / ihr eigener Glaube ist oder einmal war - und zu der Frage, wie dieser Glaube wohl heute „zwischen Jesus und Jazzmonaut©“ neu belebt werden kann und soll, nach innen wie nach außen. Was haben die „Jazzmonauten©“, die mit irgendwie schlechtem Gewissen und mit ihren Instrumenten resigniert den Erdball Richtung All verlassen, ständig begleitet von der Sehnsucht zurück dorthin, mit uns gemeinsam? Was verbindet uns mit dem die Erde körperlich aber nie geistig und geistlich verlassen habenden Jesus? Wo stehen wir - wofür stehen wir?
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